Inter­dis­zi­pli­närer Kongress für Endokrine Chirurgie und Thermoablation

Am 25. Juni hat das Bürgerhospital nach pandemiebedingter Unterbrechung wieder zu einem medizin­ischen Fachkongress in die Deutsche Nationalbibliothek geladen: Unter der wissen­schaft­lichen Leitung von Dr. med. Christian Vorländer, Chefarzt der Klinik für Endokrine Chirurgie, und Prof. Dr. med. Hüdayi Korkusuz, Leiter der Sektion Thermoablation, fanden das 10. Frankfurter Symposium für Endokrine Chirurgie sowie der 2. Internationale Kongress für Thermoablation als gemeinsame Fachveranstaltung statt.

Im Fokus des inter­dis­zi­pli­nären Kongresses standen Thera­pie­mö­glich­keiten bei Mikrokarzinomen an der Schilddrüse. „In den vergangenen Jahren haben wir bei der Behandlung von Erkrankungen an der Schilddrüse eine Vielzahl an neuen Erkenntnissen gewonnen, sowohl im nicht-invasiven als auch im chirurg­ischen Bereich. Es war sehr erfreulich, nach mehrjähriger Unterbrechung unseren neuesten Stand der Medizin mit einem inter­national besetzten Panel und Publikum auch wieder in Präsenz zu teilen und diskutieren zu können“, erklärt Dr. Vorländer. „Thermoablative Behand­lungs­me­thoden an der Schilddrüse werden immer differenzierter eingesetzt. Je nach Ausgangslage der Erkrankung können unter­schiedliche Verfahren eingesetzt werden. Der Kongress hat den Teilnehmenden dafür einen aktuellen und sehr umfassenden Überblick geboten“, ergänzt Professor Korkusuz, der neben seiner Tätigkeit am Bürgerhospital das Deutsche Zentrum für Thermoablation e. V. leitet. Insgesamt nahmen über 60 Personen am Kongress teil, der Vorträge aus den medizin­ischen Disziplinen Endokrinologie, Chirurgie und Radiologie umfasste.

Vorstellung erster Studienergebnisse zu Optoakustik

Im Rahmen des Kongresses stellte die Klinik für Endokrine Chirurgie zudem ihre jüngsten Erfahrungswerte mit der neuen Technik der Optoakustik vor. Hier werden mittels Laserlicht in den darunterliegenden Gewebsschichten Analysen durchgeführt, die die Möglichkeiten der Diagnostik von gutartigen und nicht-gutartigen Schilddrüsenknoten verbessern können. Vorläuferuntersuchungen bei anderen Gewebstypen wurden bereits unter anderem am Fraunhofer-Institut in München durchgeführt. „Die Ergebnisse des Bürger­hospitals bei der Anwendung dieser Technik werden wir im Herbst auch auf der Fachtagung der Endokrinen Chirurgie vorgetragen“, fasst Dr. Vorländer zusammen.

Die Klinik für Endokrine Chirurgie am Bürgerhospital zählt seit 2012 zu den aktuell bundesweit acht Referenzzentren für Schilddrüsen- und Neben­schild­drüsen­chirurgie der Deutschen Gesell­schaft für Allgemein- und Visze­ral­chi­rurgie und behandelt jährlich rund 3.000 Patient:innen. 2018 wurde die Klinik um die Sektion Thermoablation erweitert, in der bestimmte Schild­drü­sen­er­kran­kungen, aber auch Fibroademone an der Brust mittels Radiofrequenzen, Laser und Mikrowellen behandelt werden.

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