Montag, 25. Februar

„Ich hab‘ das Lachen nicht verlernt.“ Holocaust-Überlebende Edith Erbrich erzählt aus ihrem Leben

Edith Erbrich ist einer der wenigen noch lebenden Zeitzeuginnen des Holocaust. 1937 als deutsch-jüdisches „Mischlingskind“ im Frankfurter Ostend geboren, hatte sie aufgrund der Machtergreifung der Nationalsozialisten ab ihrem zweiten Lebensjahr ein „J“ für Jude in ihrem Ausweis stehen. Sie musste den Judenstern tragen und durfte nicht zur Schule gehen.

1945 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Dort entkam sie nur knapp der Todesmaschinerie des Dritten Reichs. Einen Tag bevor Edith Erbrich (damals noch Edith Bär) wie zuvor 44.000 andere Menschen in die Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz verschleppt werden soll, befreit die Rote Armee das Lager Theresienstadt. Edith Erbrich kehrt nach Frankfurt zurück und beginnt dort ein sogenanntes normales Leben. Über ihre traumatischen Erlebnisse als siebenjähriges Mädchen in Theresienstadt schwieg sie über 50 Jahre lang. Erst nachdem sie 1997 in Rente ging, begann sie zu erzählen und startete in einen neuen Lebensabschnitt. Trotz der schlimmen Erlebnisse der Vergangenheit sagt sie heute: „Ich hab‘ das Lachen nicht verlernt.“

Seit 2001 berichtet Erbrich öffentlich als Zeitzeugin. Bis heute hat sie an 150 Orten vor gut 25.000 Menschen gesprochen. Für ihr Engagement bekam sie 2007 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Nun erzählt sie ihre Geschichte im Bürger­hospital. Wir freuen uns, wenn Sie im Rahmen dieser kostenfreien Veranstaltung unser Gast sind. 

Wann

16:30 - 18:00 Uhr

Wo

Kapelle Bürger­hospital
Nibelungen­allee 37 - 41
60318 Frankfurt am Main

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