Neubau des Clementine Kinder­hospitals

2009 fusionierten das Bürger­hospital und das Clementine Kinder­hospital. Seitdem befinden sich die beiden traditionsreichen Stiftungskrankenhäuser in gemeinsamer Trägerschaft. An eine räumliche Annäherung dachte lange aber niemand.

Erste Umzugspläne ab 2015

Das änderte sich 2015: Das direkt neben dem Bürger­hospital angesiedelte St. Marienkrankenhaus gab damals bekannt, seinen Standort an der Richard-Wagner-Straße aufzugeben. Somit bot sich eine einmalige Gelegenheit: Ein Umzug des Clementine Kinder­hospitals, Frankfurts einzigem reinen Kinderkrankenhaus, neben Hessens größte Geburtshilfe im Bürger­hospital. Eine medizinisch wie wirtschaftlich sinnvolle Idee. Dieser Ansicht waren auch das Hessische Sozialministerium und das Gesundheitsdezernat der Stadt Frankfurt. Sie unterstützten die Idee eines Umzugs von Beginn an.

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Grundriss aus der Luft: Direkt gegenüber dem Bürger­hospital soll das neue Clementine Kinder­hospital entstehen.

Neue Heimstätte für Frankfurts einziges reines Kinderkrankenhaus

Der neue Standort des Clementine Kinder­hospitals wird entlang der Richard-Wagner-Straße im Frankfurter Nordend entstehen. Architektonisch wird das Gebäude seinen Charakter als Kinder­hospital bewahren. Aber der Bau wird sich auch stimmig in die umliegende Bebauung einfügen.

Die Höhe des Neubaus wird mit rund 27 Metern an der höchsten Stelle daher auch in etwa der Höhe des benachbarten Neubauprojekts Marie entsprechen. Mit dem Bürger­hospital wird der Neubau über eine Brücke verbunden sein. So werden direkte Patiententransporte zwischen beiden Krankenhäusern ermöglicht. Die Brücke wird in rund 7,5 Metern Höhe oberhalb des Straßenniveaus gestalterisch möglichst unauffällig und filigran angeordnet werden.

Der Neubau entlang der Richard-Wagner-Straße wird insgesamt sechs Obergeschosse umfassen – wobei das letzte Obergeschoss zum Teil aus einem nicht öffentlichen Dachspielplatz für Patienten und Angehörige bestehen wird.

Auf dem Flachdach des niedrigeren Gebäudeteils an der Ecke Richard-Wagner-Straße/ Weberstraße soll ein Dachgarten für Patienten errichtet werden. Darüber hinaus wird in diesem Gebäudeteil ein Parkdeck für Mitarbeiter errichtet.

Die Fassade des Clementine Kinder­hospitals entlang der Richard-Wagner-Straße: Links angedeutet die Brücke zum Bürger­hospital.

Die rückwärtige Fassade, betrachtet aus dem Innenhof des Wohnprojekts Marie: Die weißen Flächen links markieren den Schnitt zur Nachbarsbebauung, an der rechten Seite ist die Schrägseite bzw. Spitze des Gebäudes zu erkennen

Die Höhe des Neubaus orientiert sich an der umliegenden Bebauung, wie etwa dem Wohnprojekt Marie (links im Bild).


Die Baustelle

Die Baustelle sollte schon im 1. Quartal 2021 eingerichtet werden. Ziel war es, das auf dem Gelände bereits stehende Gebäude an der Ecke Richard-Wagner-Straße/ Weberstraße umzubauen und mit dem zu errichtenden Neubau zu verbinden.

Im Rahmen der Entwurfsplanung und den damit einhergehenden genaueren Erkundungen wurden jedoch versteckte Baumängel im Eckgebäude entdeckt. Diese fallen nach intensiver Prüfung so schwerwiegend aus, dass eine Sanierung aus unserer Sicht nicht wirtschaftlich abbildbar ist. Somit erwägen wir sogar, das Bestandsgebäude abzureißen und neu zu errichten.

Die Bürger­hospital und Clementine Kinder­hospital gGmbH ist als Krankenhausträger von dieser nicht absehbaren Situation ureigen wirtschaftlich betroffen. Insofern unternehmen wir alles uns Mögliche, um den Schaden für alle Beteiligten so gering wie möglich werden zu lassen.

Ob das Gebäude nun saniert oder abgerissen und neu errichtet werden muss, hängt auch vom weiteren Verlauf der juristischen Auseinandersetzung mit der Verkäuferin des Gebäudes ab. Der Beginn und die Fertigstellung des Gesamtprojekts werden sich aber unabhängig von dieser Entscheidung deutlich verzögern.

Sobald in Anbetracht der aktuellen Lage ein neuer Terminplan feststeht, werden wir auf dieser Seite darüber berichten. Darüber hinaus werden wir die Nachbarschaft auf direktem Wege über die konkreten nächsten Schritte informieren – sofern es die Pandemie zulässt, auch in einem persönlichen Termin.