Kreißsaal mit hohem Zulauf: 4.000 Geburt im Bürgerhospital

Der Kreißsaal des Bürger­hospitals begleitet seit Jahren mit Abstand am meisten Geburten in Hessen. Sogar bundesweit gehört er zu den größten Ein­richtungen seiner Art. Am 1. Dezember verzeichnete das Krankenhaus die 4.000 Geburt im laufenden Jahr.

Über 50 Hebammen sowie rund 35 Ärztinnen und Ärzte betreuen werdende Mütter unter der Geburt im Kreißsaal. „Es ist bemerkenswert, wie engagiert das Team der hohen Arbeitsbelastung Stand hält und welche Einsatzbereitschaft wir erleben“, erklärt die leitende Hebamme Ulrike Schnitzler. „Wir tragen eine große Verantwortung in einem ungemein wichtigen Moment. Trotz der nicht immer einfachen Umstände zeigen unsere Kolleginnen leidenschaftlichen Einsatz und begleiten Geburten mit ihrer Expertise professionell wie empathisch“, führt Schnitzler weiter aus, die neben ihrer Leitungsfunktion auch selbst Schwangere unter der Geburt betreut.

Steigende Geburtenzahlen seit über zehn Jahren

Die Geburtenzahlen am Bürgerhospital steigen seit über zehn Jahren. 2020 wurden erstmals über 4.000 Geburten registriert. „Insbesondere Risikoschwangere und Schwangere von Mehrlingen bevorzugen eine Entbindung im unserem Perinatal­zentrum der höchsten Versorgungsstufe, das neben der Geburtshilfe eine spezialisierte Ultraschalldiagnostik, mehrere Frühgeborenenstationen und eine Neugeborenenchirurgie vorhält“, erklärt Prof. Dr. med. Franz Bahlmann, Chefarzt der Frauen­klinik. Gleich­zeitig verstetigt sich der bundesweite Trend, dass geburtshilfliche Ein­richtungen ihren Betrieb einstellen, was die Zahlen an den verbleibenden Kreißsälen ebenfalls steigen lässt. Laut Hebammenverband wurden seit 2015 in Deutschland über 80 Kreißsäle geschlossen.

Um die große Nachfrage gut zu strukturieren, wird der Kreißsaal im Bürgerhospital um eine Schwangerenambulanz und einen Vor-Kreißsaal ergänzt. Hier werden administrative Aufgaben wie die Geburtsanmeldung erledigt, aber auch CTG-Unter­suchungen vorgenommen und Frauen zu Beginn der Geburt betreut, bevor es zur Entbindung in den Kreißsaal geht. „Durch diese Aufgabenteilung sind wir in der Lage, im Kreißsaal unser ganzes Augenmerk auf die akut unter der Geburt stehenden Frauen zu legen. Ohne die Unterstützung aus den Bereichen vor dem Kreißsaal wäre das nicht möglich“, fasst Schnitzler zusammen.

Einsatz für Nachwuchskräfte und Akademisierung

Um dem geburtshilflichen Bedarf gerecht zu werden, engagiert sich das Bürgerhospital in der Ausbildung von neuen Fachkräften. „Nachdem wir 2017 die erste Frankfurter Hebammenschule mitgegründet haben, kooperieren wir künftig mit der Goethe-Universität sowie der Frankfurt School of Applied Sciences und bieten 2022 erstmalig einen Hebammenstudiengang an“, erklärt Wolfgang Heyl, Geschäfts­führer der Bürgerhospital und Clementine Kinder­hospital gGmbH. „Denn uns ist bewusst, dass sichere Geburtshilfe nur mit ausreichend Personal und hoher Expertise der Verantwortlichen möglich ist. Als Hessens größte Geburtshilfe sehen wir es als unsere Verantwortung, auch auf die politischen Rahmenbedingungen einzuwirken, um das Arbeitsumfeld in Kreißsälen nachhaltig zu verbessern“, ergänzt Heyl.

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Uhr­türmchen 2/2021

In dieser Ausgabe lesen Sie:

  • Im Fokus: „Gerade sehen“ können – Schiel­behandlung bei Kindern
  • Ohne Druck und Scham – Wie die Urotherapie Kindern beim Kontinenztraining hilft
  • Zwischen Reanimation und palliativer Begleitung
  • Aus der Erfahrung anderer Kraft schöpfen – Elterninitiative unterstützt Frühcheneltern
  • Über die Schulter geschaut - Die mit dem Durchblick: MTRAs am Bürgerhospital
  • Geschlechtsdysphorie – Junge oder Mädchen? Neue Sprechstunde zur Geschlechtsidentität
  • Stolpersteine gegen das Vergessen
  • Digitaler Rundgang durch den Kreißsaal

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