Fragen und Antworten für Patientinnen unserer Frauenklinik zum Thema Coronavirus

Stand: 30.04.2020

Alle Geburtskliniken in Deutschland stellen sich gegenwärtig auf mögliche Entbindungen von positiv auf Covid-19 getesteten oder erkrankten Schwangeren ein. Wir haben in Anlehnung an die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de), der WHO (www.who.int.) und unserer Fachgesellschaft der DGGG (www.dggg.de) klare Regeln und Handlungsempfehlungen für die Betreuung von schwangeren und gebärenden Frauen in der Frauenklinik des Bürger­hospitals erstellt. Dies dient zu Ihrer Sicherheit und natürlich auch zum Schutz der in der Klinik tätigen Mitarbeiter.

Daher müssen die Hygienevorschriften der Klinik sowie unsere aktuellen Besuchsregelungen unbedingt eingehalten werden. Um eine Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verhindern, muss das Klinikpersonal über eine mögliche Corona-Infektion vor Eintreffen in der Klinik informiert werden.

Folgende Fragen werden häufig in Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) gestellt:

1. Ich möchte mich zur Geburt anmelden. Was habe ich zu beachten?

Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin über unser Terminbuchungsformular.

Aufgrund der aktuellen Lage ist eine Begleitperson bzw. der Partner zur Geburtenanmeldung nicht erlaubt. Bitte halten Sie zur Anmeldung das ausgefüllte Formular zur Selbstauskunft bereit. Sie finden es hier zum Download. Wir bitten außerdem darum, vor Ort einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und während der Wartezeit auf ausreichend Abstand zu anderen zu achten.

2. Kann ich regulär zu meinen Untersuchungen kommen?

Ja, unser Zentrum für Ultraschalldiagnostik und Pränatalmedizin ist regulär geöffnet. Die Sprechstundenzeiten finden Sie hier. Bitte rufen Sie kurz an, bevor Sie sich auf den Weg zu uns machen: Tel. 069 1500-828. Begleitpersonen bzw. der Partner können aber leider nicht mitkommen. Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und achten Sie während der Wartezeit auf ausreichend Abstand zu anderen.

3. Darf mein Partner bei der Geburt mit in den Kreißsaal?

Ja. Verständlicherweise reagieren viele Schwangere mit großer Sorge und Angst, denn eine Geburt ohne vertrauten Partner bzw. Begleitperson erscheint vielen unvorstellbar. Wir bemühen uns um eine empathische und den individuellen Bedürfnissen entsprechende Betreuung während und nach der Geburt. Wenn Sie zur Geburt kommen, dürfen Sie Ihren Partner oder eine Bezugsperson als Begleitung mitbringen. Diese Möglichkeit kann sich jedoch in Abhängigkeit der weiteren Entwicklung jederzeit ändern. Ein Wechsel der Begleitperson ist während des Aufenthaltes aus hygienischen Gründen nicht mehr möglich. Die Begleitperson kann während der Geburt durchgängig bei Ihnen bleiben. Ein Aufenthalt in anderen Bereichen des Krankenhauses (Raucherbereich, Aufenthaltsbereiche o.ä.) ist nicht erlaubt. Der Partner bzw. die Begleitperson muss stets symptomfrei sein und sich gesund fühlen. Wir erwarten von den Begleitpersonen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

4. Darf ich nach der Geburt Besuch auf der Wochenstation empfangen?

Ja. Ihr Partner bzw. Ihre Begleitperson darf Sie auf Station besuchen. Wechselnde Besucher sind nicht erlaubt. In begründeten Fällen kann es aus medizinischen oder hygienischen Gründen zu abweichenden Regelungen kommen. Ein Aufenthalt in anderen Bereichen des Krankenhauses (Raucherbereich, Aufenthaltsbereiche o.ä.) ist nicht erlaubt. Der Partner bzw. die Begleitperson muss stets symptomfrei sein und sich gesund fühlen. Wir erwarten von den Begleitpersonen das Tragen eines Mund-Nasenschutzes, den sie nach Möglichkeit bitte selbst mitbringen.

5. Ich muss schon vor der Geburt stationär aufgenommen werden. Darf ich Besuch empfangen?

Ja, der Besuch Ihres Partners bzw. Ihrer Bezugsperson ist aber auf maximal eine Stunde pro Tag begrenzt. Wechselnde Besucher sind nicht erlaubt. In begründeten Fällen kann es aus medizinischen oder hygienischen Gründen zu abweichenden Regelungen kommen. Sie müssen dem Pflegedienst der Station Ihre feste Bezugsperson namentlich nennen. Sie wird am Haupteingang des Bürger­hospitals nur vorgelassen, wenn der Besuchername auf der Liste aufgeführt ist. Patientinnen in Mehrbettzimmern sollten sich untereinander absprechen. Der gleichzeitige Aufenthalt mehrerer Besucher sollte unbedingt vermieden werden. Ein Aufenthalt in anderen Bereichen des Krankenhauses (Raucherbereich, Aufenthaltsbereiche o.ä.) ist nicht erlaubt. Der Partner bzw. die Begleitperson muss stets symptomfrei sein und sich gesund fühlen. Wir erwarten von den Begleitpersonen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

6. Ich bin mit dem Coronavirus infiziert bzw. warte aktuell auf den Befund. Kann ich trotzdem bei Ihnen entbinden?

Ja. Für solche Fällen haben wir besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Das geburtshilfliche Personal wird die Geburt dann in einem Schutzanzug und mit einer speziellen Atemschutzmaske begleiten.

7. Was muss ich beachten, wenn ich infiziert bin und zur Entbindung zu Ihnen komme?

Wenn Sie infiziert und symptomfrei sind, sollten Sie erst mit Beginn der Wehen, dem Fruchtwasserabgang oder anderen Besonderheiten in den Kreißsaal kommen. Eine telefonische Benachrichtigung im Kreissaal (Tel.: 069 1500-828) ist notwendig, damit wir entsprechende Vorkehrungen treffen können. Das geburtshilfliche Vorgehen entspricht dem von nicht-infizierten Schwangeren. Eine Ausnahme stellen akute Covid-19-Erkrankungen mit deutlichen Einschränkungen der Lungenfunktion und des Allgemeinbefindens dar. Dann wird in aller Regel eine natürliche Geburt angestrebt. Ein Kaiserschnitt wird nur aus kindlichen oder mütterlichen Erwägungen durchgeführt. Eine Schmerztherapie mit einer Periduralanästhesie (PDA) ist aber möglich. Allerdings wird die Anwendung von Lachgas bei infizierten Schwangeren nicht durchgeführt.

8. Mein Partner bzw. meine Begleitperson ist mit dem Coronavirus infiziert bzw. wartet auf den Befund. Ist eine Begleitung der Geburt dennoch möglich?

Nein. Wenn Ihr Partner Symptome einer Coronainfektion aufzeigt, positiv auf das Virus getestet ist oder Kontakt zu infizierten Personen innerhalb der letzten 14 Tage hatte, kann er Sie nicht bei der Geburt im Kreißsaal begleiten.

9. Kann ich mein Risiko, während der Schwangerschaft am Coronavirus zu erkranken, vermeiden bzw. verringern?

Sie sollten sich die Hände regelmäßig mit Seife und möglichst gründlich (20-30 Sek.) waschen, insbesondere wenn Sie von öffentlichen Orten oder vom Arbeitsplatz kommen. Ein enger Kontakt zu anderen Personen oder auch Mitgliedern der Familie sollte vermieden werden, insbesondere wenn Symptome einer Erkältungskrankheit und/oder Fieber vorliegen. Auch sollte ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter eingehalten werden, sofern möglich. Frische Luft und Sparziergänge sowie eine vitaminreiche Kost stärken Ihr Immunsystem.

Nähere Informationen, wie Sie sich schützen können, finden Sie unter:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

https://www.infektionsschutz.de/cv/

https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/

Das Tragen eines prophylaktischen Mund-Nasen-Schutzes führt nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand zu keinem signifikanten Infektionsschutz, kann Sie aber vor grober Kontamination schützen.

10. Wie ist der Gefährdungsgrad einer Schwangeren im Vergleich zu anderen Menschen?

Nach derzeitigem Kenntnisstand sind Schwangere keinem höheren Risiko ausgesetzt als die allgemeine Bevölkerung. Höhere Risiken können aber bei Schwangeren mit vorbestehenden Herz- bzw. Lungenerkrankungen sowie bei immunsupprimierten Frauen bestehen.  

11. Welche Folgen hat eine Infektion mit dem Coronavirus für mein Baby, den weiteren Schwangerschaftsverlauf und die Geburt?

Nach derzeitigem Wissensstand gibt es keine Hinweise, dass das Virus während der Schwangerschaft auf den Feten übertragen werden kann. Außerdem wurde bisher kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen und Fehlgeburten beobachtet. Es gibt allerdings Hinweise, dass die Frühgeburtenrate und das Auftreten von vorzeitigen Wehen etwas erhöht ist. Bei infizierten Frauen wird das Risiko für eine Begleitinfektion des Neugeborenen als äußerst gering eingestuft.

SARS-CoV-2-infizierte Schwangeren ohne klinische Symptome (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit oder sonstigen Erkältungssymptomen, Wehen) werden ambulant von Ihrem Frauenarzt betreut und sollen sich zu Hause erholen.

Coronavirus-infizierte Schwangere sollen sich zusätzlich in unserer Schwangerenambulanz (Tel.: 069 -1500-853) oder außerhalb der Sprechstundenzeiten im Kreissaal (Tel.: 069 1500-328) telefonisch melden, um dann die weitere Vorgehensweise mit den behandelnden Ärzten besprechen und festlegen zu können.

12. Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Geburt im Bürger­hospital?

Zu Themen vor und nach der Geburt finden Sie nachfolgend unsere Infobroschüren als PDFs frei zum Download.