Rücktransport der Patienten des Bürger­hospitals in vollem Gange

Nach der geglückten Bombenentschärfung konnte heute gegen 20:10 Uhr der erste Patient wieder in das Bürger­hospital zurückkehren. Zuvor waren die Krankenhausmitarbeiter auf ihre Stationen und weitere Einsatzorte zurückgekehrt, um die Patienten in Empfang nehmen zu können. Innerhalb von 30 Minuten nach seiner Öffnung, war das Krankenhaus wieder einsatzbereit.

Wie viele der um die 100 Patienten noch heute in das Bürger­hospital zurückkehren können, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar. Sicher ist jedoch, dass die Patienten, die in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, in Frankfurt-Höchst, im Sana Klinikum Offenbach und im Vitos Waldkrankenhaus Köppern untergebracht waren, noch heute in das Bürger­hospital Frankfurt zurückverlegt werden.

„Aufgrund der Verzögerung bei der Evakuierung der Anwohner konnten wir erst später als geplant mit der Rückverlegung beginnen. Da wir es unseren Patienten nicht zumuten wollen, bei nachtschlafender Zeit zu uns zurückzukehren, warten wir zunächst einmal ab, wie die ersten Rückverlegungen ablaufen. Danach entscheiden wir gemeinsam mit dem Krisenstab der Stadt, wie viele Patienten wir noch heute zurückholen“, erläutert Marcus Amberger, einer der beiden Geschäftsführer der Bürger­hospital und Clementine Kinder­hospital gGmbH. Auf jeden Fall werden die Frühchen der Klinik für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin heute nicht mehr zurückkehren.

Der Kreißsaal von Hessens geburten­stärkster Klinik ist bereits wieder geöffnet. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst hat seinen Dienst ebenfalls wiederaufgenommen. Die Zentrale Notaufnahme des Bürger­hospitals bleibt derzeit noch geschlossen.

Die Versorgung in den anderen Krankenhäusern hat laut Wolfgang Heyl, dem zweiten Geschäftsführer, gut funktioniert. „Gemeinsam mit unserer Pflegedirektorin, Oberin Christine Schwarzbeck, habe ich heute Vormittag unsere Patienten und unsere Mitarbeiter, die diese betreuten, besucht. Alle sind gut versorgt und machen einen gelassenen Eindruck. Man spürt direkt, dass wir in den anderen Krankenhäusern willkommen waren. Ich bedanke mich noch einmal explizit bei den dortigen Kolleginnen und Kollegen, ebenso wie ich unseren Mitarbeitern für ihre Einsatzbereitschaft und den Patienten für ihr Verständnis danke“, so Wolfgang Heyl, einer der beiden Geschäftsführer des Bürger­hospitals. „Ich bin optimistisch, dass sich die Rückverlegung genauso strukturiert gestalten wird wie gestern die Evakuierung.

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