Evakuierung des Bürger­hospitals abgeschlossen

Die Verlegung der Patienten des Bürger­hospitals an unterstützende Krankenhäuser ist abgeschlossen. Gegen 16.15 Uhr verließ der letzte Rettungswagen den Hof des Krankenhauses im Nordend, um diesen, wie um die 100 Patienten vor ihm für den Zeitraum der Evakuierung an eine andere Klinik zu bringen. Gegen 9 Uhr am Samstagvormittag war der erste Patient verlegt worden. Bereits gestern hatte man mit dem Transport der Frühgeborenen u. a. in das Clementine Kinder­hospital, Partnerkrankenhaus des Bürger­hospitals, begonnen.

„Durch die gut strukturierte Organisation im Vorfeld sowie die reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten am heutigen Tag konnten unsere Patienten im von uns anvisierten Zeitrahmen auf die anderen Krankenhäuser verteilt werden“, erläutert Marcus Amberger, Geschäftsführer der Bürger­hospital und Clementine Kinder­hospital gGmbH.

„Während der Transporte gab es keinerlei Komplikationen, weder organisatorisch noch medizinisch. Alle unsere Patienten sind wohlbehalten in den anderen Krankenhäusern angekommen. Dort werden sie nun von unseren Pflegekräften und Ärzten betreut, bis sie nach der Entschärfung der Bombe wieder in das Bürger­hospital zurückgebracht werden können. Ebenso wie heute wird dies sukzessive erfolgen“, ergänzt Prof. Dr. Schwenn, Ärztlicher Direktor des Bürger­hospitals.

Nun beginnen die Mitarbeiter des Bürger­hospitals, dieses in eine Art Schlafzustand zu versetzen. Medizingeräte werden ausgeschaltet, Fenster geschlossen und die Betten für die Rückkehr der Patienten vorbereitet.

„Es ist toll zu sehen, mit welchem Engagement alle im Haus an dieser komplexen Aufgabe gearbeitet haben. Unsere große Anerkennung gilt auch den Kollegen des Krisenstabs der Stadt, die den Transport organisiert haben, und den Besatzungen der Rettungswagen, mit denen wir Hand in Hand gearbeitet haben. Wir sind zuversichtlich, dass sich diese Zusammenarbeit am Montag fortsetzen wird“, betont Marcus Amberger. Nachdem alle Räume geprüft wurden, verlassen die restlichen Mitarbeiter bis auf jene, die das Gebäude bis zur Bombenentschärfung bewachen, das Krankenhaus.

„Vermutlich das erste Mal in der über 235-jährigen Geschichte des Bürger­hospitals, aber sicherlich nach dem Zweiten Weltkrieg, hat das Bürger­hospital dann geschlossen – ein historischer Tag“, schließt Wolfgang Heyl, Geschäftsführer der Bürger­hospital und Clementine Kinder­hospital gGmbH.

 

***Auch die Presseabteilung des Bürger­hospitals begibt sich nun in den Stand-by-Modus. Sobald unser Bürger­hospital wieder in Betrieb genommen wird, informieren wir Sie aktiv. Herzlichen Dank für die Zusammenarbeit der letzten Tage und Ihr Verständnis.***

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