Das A und O im Kampf gegen Keime - Hygiene

Jeder Mensch trägt in und auf seinem Körper Keime. Die meisten davon sind sowohl für gesunde als auch für kranke Menschen vollkommen harmlos. Einige können jedoch vor allem bei bereits geschwächten Patienten Infektionen auslösen und so zu einer Verzögerung des Genesungsprozesses oder sogar zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Um unsere Patienten, deren Begleitpersonen und Besucher vor einer Infektion mit ansteckenden Krankheitserregern zu schützen, achten unsere Mitarbeiter daher stets auf ein hohes Maß an Hygiene.

Doch auch Sie können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Keime keine Chance in unserem Krankenhaus haben.

Indem Sie die folgenden, einfachen Hygienemaßnahmen beachten, schützen Sie sich und andere vor ansteckenden Infektionen.

Hygienesprechstunde

Sie haben Fragen rund um das Thema Hygiene im Krankenhaus?

Unter der Telefonnummer

(069) 1500 - 1785

bieten wir jeden Montag von 10 bis 12 Uhr eine Hygiene-Sprechstunde an.

Außerhalb dieser Sprechstunde können Sie uns eine Nachricht hinterlassen. Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit, nennen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer. Wir rufen Sie zurück.


Hygienemaßnahmen

1. Erbrechen, Husten und Fieber

Sollten Sie unter Krankheitssymptomen einer Infektion wie Übelkeit, Erbrechen, Husten oder Fieber, einer entzündlichen Hauterkrankung oder anderen Hauterscheinungen leiden, teilen Sie dies bitte umgehend unseren Ärzten oder dem Pflegepersonal mit.

2. Inkubationszeiten

Einige Erkrankungen sind bereits ansteckend, noch bevor die ersten Symptome auftreten. Sie könnten sich bei einer kranken Person, ohne es bisher gemerkt zu haben, angesteckt haben und den Infekt auf andere übertragen. Wir bitten Sie daher, mit unseren Ärzten oder dem Pflegepersonal Rücksprache zu halten, falls sie in den letzten Tagen mit einer kranken Person in Kontakt gekommen sind.

3. Immunisierung von Geschwistern

Als Eltern können Sie verhindern, dass Ihr Kind von seinen Geschwistern z.B. mit Masern angesteckt wird, indem Sie darauf achten, dass Geschwisterkinder gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) immunisiert sind. Sollten Geschwisterkinder nicht über den kompletten Impfschutz verfügen, bitten wir Sie, diese nicht in das Krankenhaus mitzunehmen.

4. Der Patient im Mittelpunkt

Bitte bleiben Sie soweit als möglich am Bett des Patienten. Indem Sie mit möglichst wenig anderen Patienten in Kontakt kommen, kann verhindert werden, dass sich Keime verbreiten.

5. Kleine Maßnahmen. Große Wirkung

  • Tragen Sie bitte keine Ringe, Uhren und Armbänder auf der Station.
  • Vor dem Betreten der Station sollte eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt werden.

Händedesinfektion

Hände sind ein wahrer Spielplatz für Krankheitserreger. Die häufige und richtige Händedesinfektion ist daher entscheidend, wenn es darum geht, sich vor ansteckenden Krankheiten zu schützen.

Wann sollten Sie Ihre Hände desinfizieren?

  • So oft wie möglich.
  • Bei Betreten des Patientenzimmers.
  • Nach dem Kontakt mit Erbrochenem, Urin, Stuhl oder Sekret des Patienten.
  • Vor Verlassen des Zimmers.

Einen Desinfektionsmittelspender finden Sie im Eingangsbereich des Krankenhauses und in jedem Patientenzimmer.

Wie sollten Sie Ihre Hände desinfizieren?

  • Nehmen Sie eine ausreichend große Menge des Desinfektionsmittels aus dem Spender, so dass Ihre hohle Hand gefüllt ist.
  • Verreiben Sie das Mittel in Ihren Händen, bis sie trocken sind.
  • Wie Sie das Desinfektionsmittel richtig einreiben sehen Sie hier:

6 Schritte der Händedesinfektion

Angesteckt. Was nun?

Sollten Sie sich als Patient trotz aller Vorsichtsmaßnahmen angesteckt haben, bitten wir Sie, Ihre Begleitpersonen sowie Besucher, folgende zusätzlichen Verhaltensregeln zu beachten und die vorher beschriebenen Hygienemaßnahmen weiterhin gründlich durchzuführen.


Angesteckt. Wichtige Hinweise.

... für unsere Patienten

Sollten Sie sich mit einer Infektionserkrankung angesteckt haben, ist es in den meisten Fällen notwendig, dass Sie in einem Einzelzimmer untergebracht werden. Bitte verlassen Sie das Zimmer nicht. Durch diese Maßnahmen  helfen Sie uns, eine Verbreitung der Infektion zu unterbinden. Das Gleiche gilt auch, wenn wenn Sie zwar nicht unter einem Infekt leiden, jedoch ein Multiresistenter Erreger auf Ihrer Haut oder Ihren Schleimhäuten nachgewiesen wurde (Besiedelung).

Wir bitten Sie, sich des Weiteren an die Anweisungen des ärztlichen und pflegerischen Personals zu halten.

... für Begleitpersonen und Besucher

Sollte der Patient, den Sie begleiten oder besuchen, an einer ansteckenden Infektion leiden oder mit einem multiresistenten Keim besiedelt sein, bitten wir Sie, folgende zusätzlichen Hygieneregeln einzuhalten.

  • Melden Sie sich, wenn Sie zu uns ins Haus kommen, beim Stationspersonal an. Unsere Mitarbeiter der Pflege werden Ihnen die notwendigen Schutzmaßnahmen erläutern.
  • Die wichtigste Maßnahme bei jedem Betreten und Verlassen des Patientenzimmers ist die Händedesinfektion (wie im Innenteil  beschrieben). Hierfür steht in jedem Zimmer ein Desinfektionsmittelspender bereit.
  • Tragen Sie im Patientenzimmer einen Schutzkittel.
  • Tragen Sie den Kittel insbesondere bei jedem Kontakt mit dem Patienten oder dessen Ausscheidungen und wenn Sie ein  erkranktes Kind versorgen (z.B. Windelwechsel).
  • Ziehen Sie den Kittel wieder aus, bevor Sie das Zimmer verlassen.
  • Hängen Sie den Kittel an die dafür vorgesehenen Haken in Türnähe, wenn sie das Zimmer lediglich kurzzeitig verlassen.
  • Sollten Sie am selben Tag nicht mehr zurückkehren, werfen Sie den Kittel in den gelben Wäschesack, bevor Sie aus dem Zimmer gehen.
  • Desinfizieren Sie sich nach dem Ablegen des Schutzkittels stets Ihre Hände.
  • Falls Sie einen Mundschutz getragen haben, werfen Sie diesen vor Verlassen des Zimmers in den Abfallbehälter.

Sollten unsere Ärzte und  Pflegekräfte sich vor und nach einer Untersuchung oder Versorgung einmal nicht ihre Hände desinfizieren, zögern Sie nicht, sie freundlich darauf hinzuweisen.

Unsere Gütesiegel